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Archiv der Kategorie Deutsch in Realschule und BFS / Literatur

Theodor Storm (1817-1888), Am grauen Strand …

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt. Den Rest des Eintrags lesen »

Friedrich Schiller, Wilhelm Tell - Übungsfragen II - Antworten

011   Tschudis Tell-Legende
012   Französische Revolution, 1798
013   J. W. Goethe (1749-1832)
014   William Shakespeare (1564-1616)
015   Tell unterlässt es, den Hut des habsburgischen Landvogts zu grüßen
016   Bergwiese bei Altdorf
017   in der “hohlen Gasse bei Küßnacht”
018   die “Mauerrede” eines Schauspielers ersetzt auf der Theaterbühne die Darstellung großer Massenbegegenungen und den dafür eigentlich notwendigen großen Aufwand an Personal und Material
019   Schiller war selbts nie in der Schweiz, so dass er bei den Arbeiten für sein Drama “Wilhelm Tell” auf Dokumente und Berichte angewiesen war
020   Gioachino Antonio Rossini (1792-1868), Oper “Guillaume Tell”, 3.8.182, Paris

“Europa heute - EU 28″ - Übungsfragen I - Schweiz (Suisse, Svizzera, Svizra)

001   Welches ist die “Hauptstadt” der Schweiz (Sitz der Bundesregierung)?

002   Welche sind die Nachbarländer der Schweiz?

003   Welche Sprachgebiete gibt es in der Schweiz (vgl. Amtssprachen)? Den Rest des Eintrags lesen »

Friedrich Schiller, Wilhelm Tell - Übungsfragen II

011   Welches Geschichtsbuch benutzte Friedrich Schiller bei seiner Arbeit an dem Drama “Wilhelm Tell”?

012   In welcher Revolution des ausgehenden 18. Jahrhunderts wurde Wilhelm Tell als Held gefeiert?

013   Wer forderte Schiller 1797 auf, ein Tell-Drama zu verfassen? Den Rest des Eintrags lesen »

Der Hauke-Haien-Koog - Theodor Storm, Der Schimmelreiter, Material II

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauke-Haien-Koog

Der Hauke-Haien-Koog ist ein in den Jahren 1958–1960 durch Eindeichung gewonnener, etwa 1.200 Hektar großer Koog in Nordfriesland. Er wird in etwa durch Schlüttsiel im Westen, Fahretoft im Norden und Ockholm im Süden begrenzt. Den Rest des Eintrags lesen »

“Mit weißen Kronen kamen sie daher”, Theodor Storm, “Der Schimmelreiter” (Schluss)

“ (…) Der Deichgraf Hauke Haien jagte auf seinem Schimmel dem Deiche zu. Der schmale Weg war grundlos, denn die Tage vorher war unermeßlicher Regen gefallen; aber der nasse saugende Klei schien gleichwohl die Hufen des Tieres nicht zu halten, es war, als hätte es festen Sommerboden unter sich. Wie eine Wilde Jagd trieben die Wolken am Himmel; unten lag die weite Marsch wie eine unerkennbare, von unruhigen Schatten erfüllte Wüste; von dem Wasser hinter dem Deiche, immer ungeheurer, kam ein dumpfes Tosen, als müsse es alles andere verschlingen. »Vorwärts, Schimmel!« rief Hauke; »wir reiten unseren schlimmsten Ritt!« Den Rest des Eintrags lesen »

Geschützt: Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Übungsfragen II - Antworten

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Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Übungsfragen II

011   Wer erzählt dem Reisenden im Wirtshaus die Geschichte vom Schimmelreiter?

012   Worin unterscheidet sich Hauke Haien schon als Kind von seinen Altersgenossen?

013   Welchen Beruf übt Hauke Haiens Vater aus?

014   Warum muss ein Deichgraf über Landbesitz verfügen?

015   Welche althergebrachten Traditionen missachtet Hauke Haien beim Deichbau?

016   Wer unterstützt Hauke Haien, als es um seine Wahl zum Deichgrafen geht?

017   Wodurch fällt der neue Deichgraf Hauke Haien auf, wenn er zu Pferde die neuen Deichanlagen inspiziert?

018   Warum verliert Hauke bei einer Sturmflut Frau und Kind?

019   Wie endet die Erzählung des Schulmeisters über den ”Schimmelreiter”?

020   Wie lange hält der von Hauke Haien neu konstruierte Deich?

Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Übungstext III

Quelle: wikipedia.org 2009                      “Hauke, Sohn eines Landvermessers und Kleinbauern, setzt sich, anstatt sich mit Gleichaltrigen zu treffen, viel lieber mit der Arbeit seines Vaters auseinander. Er schaut dem Vater zu und hilft ihm beim Ausmessen und Berechnen von Landstücken. So lernt er extra Niederländisch, um eine niederländische Ausgabe von Euklids Werken lesen zu können, die der Vater besitzt. Fasziniert scheint er von der See und von den Deichen zu sein. Oft sitzt er bis in die tiefe Nacht am Deich und beobachtet, wie die Wellen an den Damm schlagen. Er überlegt, wie man den Schutz vor Sturmfluten verbessern könnte, indem man die Deiche zur See hin flacher anlegt. Manchmal nimmt er auch ein bisschen Kleierde mit nach Hause und knetet bei Kerzenschein Deichmodelle, die er dann in einem Wasserbecken testet, indem er künstliche Wellen erzeugt. Dem Vater ist diese Gelehrsamkeit bald zu viel. Den Rest des Eintrags lesen »

Theodor Storm, Der Schimmelreiter, Übungstext II

Quelle: http://gutenberg.soforthoeren.de/product_info.php?products_id=8050

“Hauke Haien ist ein begabter und ehrgeiziger Mann, der von Kind an als Sonderling gemieden wird. Als er durch Heirat vom einfachen Knecht zum Nachfolger des Deichgrafen aufsteigt, neiden ihm die Deichbewohner dies und versuchen die Realisierung seines lang gehegten Planes, des Baus eines neuen und sichereren Deiches, zu blockieren. Der Hass schlägt ihm offen entgegen, als er mit Gewalt ihren Aberglauben, dass “etwas Lebendiges” in den neuen Deich eingegraben werden müsse, damit er Bestand habe, unterdrückt. Den Rest des Eintrags lesen »

Geschützt: Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Worterklärung III

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Geschützt: Friedrich Schiller, Kabale und Liebe, Übungstext II

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Geschützt: Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Übungsfragen I - Antworten

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Theodor Storm, Der Schimmelreiter - Übungsfragen I

001    Wann veröffentlichte Theodor Storm seine Novelle “Der Schimmelreiter”?

002    Was diente als Vorlage für Storms Novelle?

003   Was bedeutet das Wort “Schimmel”?

004   Was verstand man noch zu Theodor Storms Zeiten (19. Jahrhundert) unter einem Deichgrafen?

005   Wo spielt die Handlung des “Schimmelreiter”?

006   Wie heißt die Hauptfigur der Novelle mit bürgerlichem Namen?

007    Vor welcher Gefahr muss der zuständige Deichgraf den ihm anvertrauten Küstenabschnitt schützen?

008    In welchem Jahrhundert  spielt Theodor Storms Novelle vom “Schimmelreiter”?

009   Wann lebte Theodor Storm?

010   Welche Nation in der Nachbarschaft von Storms  “Schimmelreiter” ist bis ins 21. Jahrhundert führend beim Thema Deich- und Wasserbau?

Philipp und das Präpositionalobjekt - Kleine Grammatik für verzweifelte Eltern I (3. Deutscharbeit in der 6. Klasse)

Wenn der Quintaner Philipp an einem grauen Novembertag aus der Schule kommt und neue Sorgen hat, kann das verschiedene Gründe haben.  Einer davon ist heute das “Präpositionalobjekt”, von dem die meisten Menschen nicht einmal wissen, dass es in der deutschen Sprache existiert. In der Grammatikwelt des Deutschunterrichts im sechsten Schuljahr (3.Deutscharbeit) jedoch kann das Präpositionalobjekt eine bedrohliche Dimension annehmen - besonders dann, wenn man seine Bedeutung und Anwendung nicht verstanden hat. Auch Philipps Lieblingsnachhilfelehrer, Nachbar F., zeigt sich bei spontaner Befragung zu dem Problem überfordert und beginnt an seiner klassischen Bildung zu zweifeln. Den Rest des Eintrags lesen »

Übungsfragen Friedrich Schiller, Kabale und Liebe II

011   Weshalb will Ferdinand von Walter mit Lady Milford sprechen?

012   Warum hat Lady Milford Einfluss am Hof des Fürsten?

013  Welche Heiratspläne hat der Präsident für seinen Sohn Ferdinand?

014  Wie steht Lady Milford zu den Plänen des Präsidenten von Walter?

015   Mit welchem Argument will Ferdinand Lady Milford davon überzeugen, dass sie ihn freigeben soll?

016   Wen kritisiert Ferdinand im Gespräch mit der Milford, wenn es um den Zustand des Landes geht?

017   Aus welchem Land stammt Lady Milford?

018   Warum muss Ferdinand seine Ansichten über Lady Milford im Gespräch ändern, als er sie näher kennen lernt?

019   Was muss Lady Milford im Gespräch mit Ferdinand erkennen?

020  Wie entscheidet sich Lady Milford schließlich in Bezug auf die geplante Heirat mit dem Sohn des Präsidenten?

Heinrich von Kleist, Michael Kohlhaas, Übungsfragen II

011   Was bedeutet das alte Wort “rechtschaffen”, mit dem Kleist eine Eigenschaft des Kohlhaas bezeichnet?

012   An welchem Fluss in Brandenburg liegen die Äcker und Weiden des Kohlhaas?

013  Was ist ein “Meierhof”?

014   Wodurch wurde nach Kleists Urteil der Pferdehändler Michael Kohlhaas zum Räuber und Mörder?

015   Was ist ein “Privileg(ium)” ?  a) ein Schmuckstück   b) ein Vorrrecht   c)  eine Teamsitzung

016   Was bedeutet die alte Berufsbezeichnung “Roßkamm” ?

017   Wie kommt es, dass viele der adligen Landjunker in Deutschland am Ende des Mittelalters (Beginn der Neuzeit)  zu Raubrittern wurden?

018   Durch welches Angebot versucht Kohlhaas bei seinem ersten Zusammentreffen mit dem Junker von Tronka den aufkommenden Konflikt zu vermeiden?

019   Wer warnt Michael Kohlhaas davor, wegen des Streits mit dem sächsischen Landadeligen sein eigenes Lebensglück zu verlieren?

020  Welchen staatsrechtlichen Vergehens macht Michael Kohlhaas sich schuldig, als er mit einem bewaffneten “Haufen” von Kriegern ganze Städte angreift?

Heinrich von Kleist, Michael Kohlhaas, Übungsfragen I

001   “Michael Kohlhaas - Aus einer alten Chronik”: Wann spielt die Handlung?

002   Wo spielt die Handlung von Kleists Novelle “Michael Kohlhaas”?

003   Welchen Beruf übt Michael Kohlhaas aus?

004   Welchem gesellschaftlichen Stand gehört Michael Kohlhaas an ? (>Feudalismus, >mittelalterliche Gesellschaftsordnung)

005   Michael Kohlhaas reist mit seinen Pferden nach Sachsen: Aus welchem Kurfürstentum (Regionalstaat) Deutschlands stammt Michael Kohlhaas?

006   Was verlangt der Verwalter des adeligen Junkers von Tronka von Michael Kohlhaas?

007   Wie bezeichnet man ein gänzlich schwarzes Pferd?

008   Was ist ein Schlagbaum?

009   Was ist ein Burgvogt?

010   Wann lebte Heinrich von Kleist?

“Ich heiße Miller” - Friedrich Schillers “Kabale und Liebe”, I. Akt, 1. Szene

Friedrich Schiller, “Kabale und Liebe”, I. Akt, 1. Szene,  Zimmer beim Musikus.

Miller  steht eben vom Sessel auf und stellt sein Violoncell auf die Seite. An einem Tisch sitzt Frau Millerin noch im Nachtgewand und trinkt ihren Kaffee.

Miller (schnell auf- und abgehend). Einmal für allemal! Der Handel wird ernsthaft. Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei. Mein Haus wird verrufen. Der Präsident bekommt Wind, und kurz und gut, ich biete dem Junker aus.

Frau. Du hast ihn nicht in dein Haus geschwatzt - hast ihm deine Tochter nicht nachgeworfen.

Miller. Hab’ ihn nicht in mein Haus geschwatzt - hab’ ihm ’s Mädel nicht nachgeworfen; wer nimmt Notiz davon? - Ich war Herr im Haus. Ich hätt’ meine Tochter mehr coram nehmen sollen. Ich hätt’ dem Major besser auftrumpfen sollen - oder hätt’ gleich Alles Seiner Excellenz, dem Herrn Papa, stecken sollen. Der junge Baron bringt’s mit einem Wischer hinaus, das muß ich wissen, und alles Wetter kommt über den Geiger.

Frau(schlürft eine Tasse aus). Possen! Geschwätz! Was kann über dich kommen? Wer kann dir was anhaben? Du gehst deiner Profession nach und raffst Scholaren zusammen, wo sie zu kriegen sind.

Miller. Aber, sag mir doch, was wird bei dem ganzen Commerz auch herauskommen? - Nehmen kann er das Mädel nicht - Vom Nehmen ist gar die Rede nicht, und zu einer - daß Gott erbarm? - Guten Morgen! - Gott, wenn so ein Musje von sich da und dort, und dort und hier schon herumbeholfen hat, wenn er, der Henker weiß! was als? gelöst hat, schmeckt’s meinem guten Schlucker freilich, einmal auf süß Wasser zu graben. Gib du Acht! gib du Acht! und wenn du aus jedem Astloch ein Auge strecktest und vor jedem Blutstropfen Schildwache ständest, er wird sie, dir auf der Nase, beschwatzen, dem Mädel Eins hinsetzen und führt sich ab, und das Mädel ist verschimpfiert auf ihr Lebenlang, bleibt sitzen, oder hat’s Handwerk verschmeckt, treibt’s fort. (Die Hand vor der Stirn) Jesus Christus!

Frau. Gott behüt’ uns in Gnaden!

Miller. Es hat sich zu behüten. Worauf kann so ein Windfuß wohl sonst sein Absehen richten? - Das Mädel ist schön - schlank - führt seinen netten Fuß. Unterm Dach mag’s aussehen, wie’s will. Darüber guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn’s nur der liebe Gott parterre nicht hat fehlen lassen - Stöbert mein Springinsfeld erst noch dieses Kapital aus - he da! geht ihm ein Licht auf, wie meinem Rodney, wenn er die Witterung eines Franzosen kriegt, und nun müssen alle Segel dran, und drauf los, und - ich verdenk’s ihm gar nicht. Mensch ist Mensch. Das muß ich wissen.

Frau. Solltest nur die wunderhübsche Billeter auch lesen, die der gnädige Herr an deine Tochter als schreiben thut. Guter Gott! da sieht man’s ja sonnenklar, wie es ihm pur um ihre schöne Seele zu thun ist.

Miller. Das ist die rechte Höhe. Auf den Sack schlägt man, den Esel meint man. Wer einen Gruß an das liebe Fleisch zu bestellen hat, darf nur das gute Herz Boten gehen lassen. Wie hab’ ich’s gemacht? Hat man’s nur erst so weit im Reinen, daß die Gemüther topp machen, wutsch! nehmen die Körper ein Exempel; das Gesind macht’s der Herrschaft nach, und der silberne Mond ist am End nur der Kuppler gewesen.

Frau. Sieh doch nur erst die prächtigen Bücher an, die der Herr Major ins Haus geschafft haben. Deine Tochter betet auch immer draus.

Miller (pfeift). Hui da! Betet! Du hast den Witz davon. Die rohen Kraftbrühen der Natur sind Ihro Gnaden zartem Makronenmagen noch zu hart. - Er muß sie erst in der höllischen Pestilenzküche der Belletristen künstlich aufkochen lassen. Ins Feuer mit dem Quark. Da saugt mir das Mädel - weiß Gott, was als für? - überhimmlische Alfanzereien ein, das läuft dann wie spanische Mucken ins Blut und wirft mir die Handvoll Christenthum noch gar auseinander, die der Vater mit knapper Noth soso noch zusammenhielt. Ins Feuer, sag’ ich. Das Mädel setzt sich alles Teufelsgezeug in den Kopf; über all dem Herumschwänzen in der Schlaraffenwelt findet’s zuletzt seine Heimath nicht mehr, vergißt, schämt sich, daß sein Vater Miller der Geiger ist, und verschlägt mir am End einen wackern ehrbaren Schwiegersohn, der sich so warm in meine Kundschaft hineingesetzt hätte - - Nein! Gott verdamm mich!  (Er springt auf, hitzig.)  Gleich muß die Pastete auf den Herd, und dem Major - ja ja, dem Major will ich weisen, wo Meister Zimmermann das Loch gemacht hat.  (Er will fort.)

Frau. Sei artig, Miller. Wie manchen schönen Groschen haben uns nur die Präsenter -

Miller (kommt zurück und bleibt vor ihr stehen).  Das Blutgeld meiner Tochter? - Schier dich zum Satan, infame Kupplerin! - Eh will ich mit meiner Geig’ auf den Bettel herumziehen und das Concert um was Warmes geben - eh will ich mein Violoncello zerschlagen und Mist im Sonanzboden führen, eh ich mir’s schmecken lass’ von dem Geld, das mein einziges Kind mit Seel’ und Seligkeit abverdient. - Stell den vermaledeiten Kaffee ein und das Tobackschnupfen, so brauchst du deiner Tochter Gesicht nicht zu Markt zu treiben. Ich hab mich satt gefressen und immer ein gutes Hemd auf dem Leib gehabt, eh so ein vertrackter Tausendsasa in meine Stube geschmeckt hat.

Frau. Nur nicht gleich mit der Thür ins Haus! Wie du doch den Augenblick in Feuer und Flammen stehst! Ich sprech ja nur, man müss’ den Herrn Major nicht disguschthüren, weil Sie des Präsidenten Sohn sind.

Miller. Da liegt der Haas im Pfeffer. Darum, just eben darum muß die Sach noch heut auseinander. Der Präsident muß es mir Dank wissen, wenn er ein rechtschaffener Vater ist. Du wirst mir meinen rothen plüschenen Rock ausbürsten, und ich werde mich bei Seiner Excellenz anmelden lassen. Ich werde sprechen zu seiner Excellenz: Dero Herr Sohn haben ein Aug auf meine Tochter; meine Tochter ist zu schlecht zu Dero Herrn Sohnes Frau, aber zu Dero Herrn Sohnes Hure ist meine Tochter zu kostbar, und damit basta! - Ich heiße Miller.

Übungsfragen Friedrich Schiller, Kabale und Liebe I

001   In welcher Stadt wurde Friedrich Schillers Drama “Kabale und Liebe” im Jahr 1784 uraufgeführt?

002  Mit welchem Untertitel bezeichnete Schiller selbst sein Drama “Kabale und Liebe”?

003   Welcher gesellschaftlichen Schicht gehören  a) Luise Miller und b) Ferdinand von Walter an?

004   Welches Drama von G. E. Lessing kann als Vorbild für Schillers Trauerspiel “Kabale und Liebe” gelten?

005   Auch zu Schillers Lebenszeit, im 18. Jahrhundert, herrschten viele Landesfürsten in Deutschland noch “absolutistisch”. Was versteht man darunter?

006   Wie stehen die Väter Ferdinands und Luises zu der zwischen den beiden entstandenen Liebesbeziehung?

007   Wen soll Ferdinand nach dem Willen seines Vaters heiraten?

008   Wie gelingt es dem Präsidenten von Walter gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm, Ferdinand an der Liebe Luises zweifeln zu lassen?

009   Warum kann Luise Ferdinand nicht über die Intrige seines Vaters aufklären, als der Sohn des Präsidenten  sie wegen des falschen Liebesbriefs zur Rede stellt?

010   Wie kommt es dazu, dass Ferdinand und Luise am Ende der Dramenhandlung sterben?