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Gotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti, Übungstext I
Dieser Eintrag stammt von admin Am 2.12.2009 @ 14:57 In Literatur des 18. Jahrhunderts, G. E. Lessing, Literaturgeschichte, Deutsch in der FOS | Kommentarfunktion deaktiviert
Prinz Hettore Gonzaga, der absolutistische Fürst von Guastalla, hat sich in Emilia, die schöne Tochter des Obristen Odoardo Galotti verliebt und will sie zu seiner Geliebten machen. Die Gräfin Orsina, seine bisherige Gefährtin, liebt er nicht mehr und die Prinzessin von Massa, die er aus politischen Gründen heiraten soll, schon gar nicht. Als er von seinem Kammerherrn, dem Marchese Marinelli, erfährt, dass Emilia gerade dabei ist, den Grafen Appiani zu heiraten und mit ihm aus Guastalla weggehen wird, beauftragt er den Kammerherrn, die geplante Eheschließung zu verhindern.
Der Prinz weiß zwar nicht genau, wie Marinelli dies bewerkstelligt und dass die Equipage des Grafen Appiani überfallen und dieser getötet wird. Als Emilia aber nach ihrer erfolgreichen Entführung auftragsgemäß auf sein Lustschloss Dosalo gebracht wird, ist seine Freude an ihrer Anwesenheit durch das Auftreten der Mutter getrübt, welche Marinelli verdächtigt, das Schicksal ihrer Tochter manipuliert zu haben. Auch der Prinz kritisiert den Kammerherrn wegen der peinlichen Situation, die dadurch nicht besser wird, dass auch noch die Gräfin Orsina hinzukommt und die Machenschaften Marinellis durchschaut.
Auf der Suche nach seiner Tochter Emilia erscheint jetzt auch Odoardo Galotti im Schloss und wird von Orsina über die Ereignisse informiert und aufgefordert, den Prinzen von Guastalla zu töten. Dieser zögert jedoch, den Racheplan der Gräfin auszuführen und erfährt vom Prinzen, dass man einen Nebenbuler Appianis und Emilia selbst verdächtige, den tödlichen Überfall veranlasst zu haben.
Odoardo Galotti glaubt diese Erklärungen zwar nicht, kann seine Tochter aber auch nicht mit nach Hause nehmen. Mit dem von Orsina erhaltenen Dolch den Prinzen und seinen Kammerherrn zu töten, wagt er außerdem nicht. Emilia aber hat Verwendung für die Waffe und beschwört ihren Vater, ihre Unschuld und Ehre zu retten, indem er sie tötet.
Der Prinz und Marinelli kommen zu spät, um den Tod der Emilia Galotti zu verhindern und machen Odoardo dafür verantwortlich, dass seine Tochter sterben musste.
vgl. auch: dieterwunderlich.de
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