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DDR 1949-1989/90 / Der 9. November 1989 III - Rückblicke, Erfahrungen, Meinungen
Dieser Eintrag stammt von admin Am 8.11.2009 @ 18:19 In Europa - Wirtschaft, DDR, Politik aktuell, Deutschland nach 1945, Politik, Startseite | Kommentarfunktion deaktiviert
DDR 1949-1989/90 / Der 9. November 1989 III - Rückblicke…
Richard von Weizsäcker, geb. am 15.4.1920 in Stuttgart, von 1984-1994 Bundespräsident der BRD und 1981-1984 Regierender Bürgermeister (Ministerpräsident) von Berlin, äußert sich im Interview gegenüber welt-online.de
Quelle: welt-oline.de, 8.11.2009: “WELT ONLINE: (…) Blühen heute die Landschaften der einstigen DDR?
Von Weizsäcker: Es gibt sichtbare und eindrucksvolle Zeichen. Angefangen bei der gewaltigen Verbesserung der Infrastruktur, der Umweltverhältnisse – man lese nur Monika Marons neues Buch über Bitterfeld, das einst rußgeschwärzt war und heute zum großen Erstaunen der Autorin eine saubere Stadt ist. Es gibt Straßenzeilen in Ostdeutschland, die ihrer wieder hergestellten Schönheit wegen von vielen westdeutschen Kommunalpolitikern bewundert werden. Es hat sich wahrhaft viel getan. Dem stehen noch große Probleme gegenüber, etwa die Abwanderung zu vieler junger Leute – ich sprach kürzlich mit einem Bürgermeister in der Uckermark: Der sagte mir, er sei 37 Jahre alt – und damit der jüngste Mann in seiner Gemeinde. Und dann natürlich die Arbeitslosigkeit, die noch fast doppelt so hoch ist wie im Westen.(…)”
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Quelle tvspielfim.de, 8.11.2009: “Aus bundesrepublikanischer Sicht scheint die oppositionelle Bewegung der ehemaligen DDR im Jahr 1989 plötzlich wie aus dem Nichts auf der Bildfläche zu erscheinen. Unter denjenigen, deren Namen sich damals von einem Tag auf den anderen in das politische Gedächtnis der Westdeutschen einprägten, waren zahlreiche Frauen, wie zum Beispiel Bärbel Bohley, Freya Klier oder Ulrike Poppe. Diese Namen sind vielen Menschen bis heute geläufig, doch wer kennt Irena Kukutz oder Jutta Seidel? All diesen Frauen - den bekannten wie den unbekannten - ist gemeinsam, dass sie schon zur Opposition in der DDR zählten, als im Westen die Existenz einer derartigen Bewegung noch gar nicht wahrgenommen wurde. Eine der Gruppen, deren ausschließlich weibliche Mitglieder später maßgeblich die Geschehnisse im Jahr 1989 beeinflussten, war die 1982 in Berlin gegründete Bewegung ‘Frauen für den Frieden’ um Katja Havemann und Bärbel Bohley. Zahlreiche Mitbegründerinnen der Frauen für den Frieden, gehörten schließlich 1989 auch zum Kreis der 30 Oppositionellen, die am 9. September 1989 in Grünheide das NEUE FORUM gründeten. Doch anders als die männlichen Protagonisten der DDR-Opposition, entschlossen sich nur sehr wenige dieser Frauen für eine politische Karriere im wiedervereinigten Deutschland. Viele von ihnen zogen sich nach der Wende aus dem vorübergehenden medialen Rampenlicht zurück. Den Gründen hierfür geht dieser Film nach. Darüber hinaus erzählt der Rückblick auf diese ungewöhnlichen Lebensgeschichten, welches Selbstverständnis die Frauen in der DDR pflegten, wie sie im wiedervereinigten Deutschland zu Recht kamen und wie sie ihr Leben nach 1989 in der westlichen Gesellschaft gestalteten.” > Vorankündigung zum FILM: “Post für Honecker - Die leise Rebellion der Frauen”, 2zdf / zdf_neo 8.11.2009, 21.45h und 9.11.2009, 3.45h
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